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Intern | Mittwoch, Juli 08, 2026
Speefüchse auf dem Amazonas des Nordens – der Peene

Zwischen Kummerower See in Mecklenburg-Vorpommern und der Insel Usedom gibt es tatsächlich noch einige idyllische und wenig touristisch erschlossene Orte im ca. 200 km² großen zusammenhängenden Niedermoor. Es wird durchströmt von der Peene dem „Amazonas des Nordens“.

Besonders auf dem ersten Abschnitt zwischen Verchen am Kummerower See bis Loitz paddelten wir 3 „Speefüchse“ Hans -Joachim Fuchs, Hans -Jürgen Bartsch und Helmut Höhne durch fast unberührte Natur an vielen verlassenen Torfeinstichen vorbei. Meterhohes Schilf säumte den schmalen Flusslauf. Ca. 160 Vogelarten wie Rohrdommel, Fischreiher, Weißkopfadler sind hier angesiedelt.

In Loitz war übrigens Herzogin Sophia-Hedwig von Pommern-Wolgast (1561-1631) zu Hause. Vor dem Torfmuseum erinnert eine Skulptur an die resolute, aber wohltätige Dame. Natürlich haben wir einen „Torfkopp“- den traditionellen Loitzer Schnaps auf das Wohl der Bürger und Bewohner von Loitz und des „Amazonascamp“ zur Nachtruhe getrunken. Den Schloßgeist des „Gut Alt-Plestlin“, dessen Ursprung ein Rittergut des 13. Jahrhunderts war, glaubten wir bei der Übernachtung im dortigen Gutshaus zu hören. Wir paddelten 18 km weiter nach Gützkow entlang eines naturbelassenen Einstichs der „Swinow“ zum Gützkower Kanuclub. Dort übernachteten wir im Caravan-Camp am Ufer des Kosenowsees. Über die 250 Seelengemeinde Stolpe, wo es 11 Bronzemönche rund um den Gutshof zu bestaunen gab, führte uns schließlich unsere letzte Etappe nach Anklam. Nach ca. 85 km erreichten wir unser Ziel, die Geburtsstadt des Flugpioniers Otto Lilienthal (1848-1896). Im örtlichen Museum kann man erkunden „Wie der Mensch Flügel bekam“.

Am Wasserwanderplatz der Hansestadt Anklam haben wir die leckersten Fischbrötchen gegessen, z.B. mit Usedomer Kräutermatjes und Pflaumendip - mit Liebe gemacht und mit Lust verspeist. Wir sind dankbar, dass wir den Amazonas des Nordens, die Peene, erleben durften. Nur wenn wir achtsam mit der Natur umgehen, werden unsere Enkel sie erleben können, darum schützen wir sie.

Ahoi

Eure Genthiner Speefüchse

i.A. Helmut Höhne

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