Dienstag, 25. Juni 2019
Glück und Segen auf Amandas Wegen

Die 1920er Jahre – eine ferne Faszination, eine im Nebel der Zeit entschwundene Vergangenheit? Nicht für Amanda Pasternak. Die Henkel-Pensionärin feierte vor wenigen Tagen ihren 100. Geburtstag.

Amanda Pasternak, geboren am 27. Januar 1919, erinnert sich gern an ihre Kindheit in den „wilden 20er Jahren“. Allerdings: Die kleine Amanda wuchs in Ostpreußen auf. Da ging es nicht ganz so modern, vielfältig und risikofreudig zu wie in der Hauptstadt, deren Lebensgefühl die mehrfach ausgezeichnete TV-Serie „Babylon Berlin“ im vergangenen Jahr Millionen Menschen nahebrachte.

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In den 1930er Jahren, als Amanda selbst eine Zeit lang in Berlin lebte, war von dieser flirrenden Lebensfreude nicht mehr viel zu spüren. Doch Amanda Pasternak ließ sich nicht unterkriegen. Sie feierte damals gern – genauso wie heute. Erst vor einem Jahr verließ sie die Wohnung, in der sie bis dahin weitgehend selbstständig gelebt hatte, und zog in ein Düsseldorfer Seniorenheim. An ihrem 100. Geburtstag war der Festsaal des Hauses voll mit Verwandten, Freunden und früheren Kollegen, die ihre Gläser auf das Wohlergehen der Jubilarin hoben und ihr das Geburtstagsständchen „Viel Glück und viel Segen“ sangen – sogar im Kanon.

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Axel Böhme, Gruppenkontakter des P3-Freundeskreises, hielt eine kurze Rede zu Ehren des ältesten Gruppenmitglieds: „Amanda Pasternak hat gute und hilfreiche Fußspuren hinterlassen, wo immer sie tätig war“, so sein Kernsatz. Die wohl entscheidendste Wendung nahm ihr Lebensweg gegen Ende des Zweiten Weltkriegs: 1945 flüchtete die junge Frau mit ihrer Familie in Richtung Westen. Eine Zeitlang lebte sie in Mecklenburg, dann zog sie weiter ins Rheinland und fand Arbeit bei Henkel.

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Das P3-Labor wurde ihre neue berufliche Heimat. „Obwohl Amanda Pasternak seit vier Jahrzehnten im Ruhestand lebt, fühlt sie sich dem Unternehmen Henkel nach wie vor verbunden, aber ebenso der GdHP und ganz besonders dem P3-Freundeskreis“, berichtet Axel Böhme. „In unserer Gruppe sind wir sehr glücklich, dass sie zu unseren Treffen kommt. Wenn sie von ihrem bewegten Leben erzählt oder Anekdoten von ‚früher bei Henkel‘ zum Besten gibt, dann ist das für uns sogar noch spannender als ‚Babylon Berlin‘.“ (as)

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Die Fotos wurden auf Amanda Pasternaks Geburtstagsfeier aufgenommen. Die Jubilarin freute sich sehr, dass auch der GdHP-Vorsitzende Wolfgang Figge und viele ihrer früheren P3-Kollegen zum Gratulieren gekommen waren.

 

  

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